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Grundregeln für die Retrospektive

Die Retrospektive ist ja für eine vertrauensvolle, offene und ehrliche Aussprache des Scrum-Teams gedacht. Damit die Rahmenbedingungen von Anfang an klar sind, müssen gewissen Grundregeln jedes Mal aufs Neue angesprochen werden. Hierbei ist es wichtig, dass das Ziel, die Verbesserung im Vordergrund steht und nicht das Suchen eines oder einer Schuldigen.

In der Praxis haben sich zwei Regeln bewährt, die die meisten Menschen sowieso kennen:

1. die Vegs-Regel: „What happens in Vegas, stays in Vegas.“ – frei übertragen ins Deutsche: „Alles innerhalb der Retro besprochen wird, bleibt ausschließlich bei den beteiligten Personen!“ Die Regel kann bei Bedarf um folgenden Zusatz ergänzt werden: „Es seid denn, am Ende der Retro wird eine (teilweise) Offenlegung vereinbart.“

2. die „Oberste Direktive“: Egal was wir heute erkennen, wir sind fest davon überzeugt, dass alle Beteiligten zu jedem Zeitpunkt nach bestem Wissen, Gewissen und Kenntnisstand gehandelt haben.“

Retro-Regeln_Small

Die erste Regel sorgt für eine vertrauensvolle Atmosphäre und darf von keinem unter keinen Umständen gebrochen werden – sollte dies bewußt oder unbewußt doch geschehen, so muss solche ein Vertrauensbruch ebenfalls in der Retro angesprochen werden.

Die zweite Regel bedeutet, dass wirklich alle Themen und Sorgen offen und ehrlich angesprochen werden sollen und das hierfür jeweils eine bessere Lösung als bisher gefunden werden soll. Es darf keinem die Schuld für ein Handeln vorgeworfen werden – dies nützt im Nahgang niemandem! Wichtig ist das aus dem ungeeigneten Verhalten Verbesserungen für die Zukunft diskutiert und gemeinsam beschlossen werden.

Ein weiterer wichtiger Faktor der hier nicht explizit genannt ist, ist der Spaß in der Retro. Die Retro soll keine lästige Pflichtveranstaltung sein, sondern soll so viel Spaß machen, dass die Leute gern teilnehmen wollen.

Lebt lang und in Frieden!

Viel Spaß!